Morgen: Antifaschistische Demonstration in Wuppertal-Elberfeld – Schluss mit dem Nazi-Terror hier und überall!

20. April 2012 liselotte Keine Kommentare

An dieser Stelle wollen wir auf den Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 21. April 2012 in Wuppertal-Elberfeld hinweisen:

Kommt zur antifaschistischen Demonstration am 21.04.2012 um 16.00 Uhr vor die City Arkaden in Wuppertal-Elberfeld!
Schluss mit dem Nazi-Terror hier und überall!

Am Donnerstag, den 19.04.2012, gegen 23:15h griff der Nazi Tim Markus Schulze-Oben zwei Menschen in Wuppertal-Elberfeld an und verletzte diese schwer.

Der Vorfall:
Anfangs pöbelte der Nazi Tim Schulze-Oben die Personen, der Punk- und SHARP-Skin- (Skinheads against racial prejudice) Szene zugehörig, die mit Freunden in der Stadt unterwegs waren und sich gerade etwas zu Essen besorgt hatten, an der Ecke Neumarktstr./Erholungstr. an. Unvermittelt schlug Tim Schulze-Oben zunächst einen der jungen Leute mit einer Bierflasche, die er in der Hand hielt, mehrmals auf den Kopf. Dann griff der Nazi Tim Schulze-Oben mit der abgebrochenen Flasche die zweite Person an und schlug ihr diese auf den Kopf. Als diese folglich verletzt auf dem Boden lag, griff er zu einer weiteren Flasche, schlug ihm diese mitten ins Gesicht und zwar gezielt auf die Nase. Dabei entstanden tiefe Schnittwunden.
Im Anschluss flüchtete Tim Schulze-Oben, begleitet von seiner Freundin Marie Leder, die dazu gekommen war, in die Erholungstr. 4 in Elberfeld (Marie Leders Wohnung), wo ihn die Polizei später festnahm.
Beide Opfer mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Einer der beiden wurde sofort intensiv-medizinisch
behandelt, da der Verdacht auf innere Verletzungen bestand. Er trug schwere Schädelverletzungen, Nasenbeinbruch, und eine tiefe Schnittverletzung unterhalb des Auges davon. Der zweite hat ebenso schwere Schädelverletzungen und Prellungen an Auge, Nase und Ellbogen.

Der Täter Tim Schulze-Oben:
Seit Jahren bewegt sich Tim Schulze-Oben in Nazikreisen. Er war an unzähligen Übergriffen beteiligt. Am massivsten war bisher ein Angriff am helllichten Tag mit einem Messer auf einen Menschen in der Wuppertaler Innenstadt. Tim Schulze-Oben ist dafür bekannt, ständig nach seinem Messer oder anderen Waffen zu greifen. Er steigert sich in seinen nationalsozialistischen Wahn zu immer brutaleren Gewalttaten. Damit ist er in der Nazi-Szene kein Einzelfall!

Die Struktur der Nationalen Sozialisten Wuppertals:
In Wuppertal haben schon seit langem Nazis feste Strukturen mit bundesweiter Vernetzung. Diese sind in vielen Berichten antifaschistischer Gruppen veröffentlicht
worden. Seit zwei Jahren greifen Mitglieder der “Nationalen Sozialisten Wuppertal” Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, regelmäßig an.
Dabei verwenden sie Teleskopschlagstöcke, Flaschen, Knüppel, Pfefferspray, Messer, Gaspistolen und andere Waffen. Als besonders brutale Angriffe sind die Übergriffe auf Flohmarkt-Besucher_innen in Vohwinkel, der Messer Angriff von Tim Schulze-Oben in der Wuppertaler Innenstadt und der vor zwei Wochen am Wuppertaler Hauptbahnhof geschehene Angriff, bei dem Marie Leder einem Antifaschisten mit einer Pfeffer-Gaspistole direkt ins Gesicht schoss.

Wir kritisieren:
Auch dieses mal berichtet die Wuppertaler Presse von Auseinandersetzungen zwischen (ihrer Ansicht nach) „Rechten“ und „Linken“. Diese Darstellung ist schlicht und ergreifend falsch!
Es handelt sich um Überfälle, Angriffe und immer wieder schwere Körperverletzungen,welche Nazis aus ihrer menschenverachtenden Ideologie heraus begehen.
Schluss mit dem Extremismus-Gelaber, Nazis sind die Täter!

Den immer brutaler auftretenden Nazis muss sich eine breite Öffentlichkeit entgegenstellen! Weitere Angriffe der Nazis dürfen nicht zugelassen werden!

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Es gilt für Wuppertal und Überall:
Kein Fussbreit den Faschisten!

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Keine Nazikundgebung am 24.3 in Wuppertal-Barmen!

23. März 2012 liselotte 1 Kommentar

Im Folgenden möchten wir auf den von der “Antifaschistischen Vollversammlung” verfassten Aufruf hinweisen, den wir auch unterstützen:

Keine Nazikundgebung am 24.3 in Wuppertal-Barmen!
Organisieren wir den Hausarrest für die Wuppertaler Nazis!

14:00 Uhr – Treffpunkt Schwebebahn Döppersberg
ab 16:00 Uhr – Protestaktionen vor dem Barmer Bahnhof

Eine von Neonazis für Samstag, 24. März, geplante Demonstration in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist abgesagt worden. Stattdessen soll ein „bundesweiter Aktionstag gegen staatliche Willkür“ stattfinden. Einer der Veranstaltungsorte wird dabei Wuppertal sein. Wir müssen damit rechnen, dass Wuppertaler Nazis überregional ihre noch in Freiheit verbliebenen Kameraden nach Wuppertal mobilisieren. Die Kundgebung ist von 16:00-18:00 vor dem Barmer Bahnhof (Wuppertal-Barmen) angemeldet. Verbotsgründe, so die hellwache Wuppertaler Polizei, lägen nicht vor.
Da am gleichen Tag die Pro-NRW-Nazis um die Wuppertaler André Hüsgen und Claudia Gerhardt am 11.00 Uhr in Remscheid und Solingen mit Demos provozieren wollen, haben wir uns gestern auf einer antifaschistischen Versammlung auf folgendes Vorgehen geeinigt.

Hausarrest für die Wuppertaler Nazis

Da wir den Nazis nicht nur immer hinterherlaufen wollen, werden wir den antifaschistischen Spieß umdrehen und eine interessante Auswahl von Nazis mit einer Kundgebung vor ihrer eigenen Haustür beschenken. Bevor die Wuppertaler Nazis um Lasse Femers, Rene Heuke und Marie Leder hinter den schützenden Polizeiketten zur ihrer Kundgebung verschwinden können, wollen wir ausgewählte Nazis zu Hause „belästigen“ und einen antifaschistischen Hausarrest verhängen. Ziel ist, die Nazis in der Öffentlichkeit und in ihrer Nachbarschaft weiter zu isolieren.

Der Aktionsplan ist folgender:

Vormittags: Dezentrale Aktionen an den Wohnungen der Wuppertaler Nazis
Ab 10:00 Uhr Gegenaktionen gegen den Naziaufmarsch in Remscheid
14:00 Uhr Schwebebahn Döppersberg/ Hauptbahnhof: Treffpunkt für kollektive Hausarrestaktionen bei den Wuppertaler Nazis
ab 16:00 Uhr Protestaktionen vor dem Barmer Bahnhof

Welche Nazis wir besuchen wollen, können wir aus taktischen Gründen noch nicht bekannt geben.

Zur Auswahl stehen:

Nazikader mit überregionalen Kontakten:

Tobias Maczewski, Liegnitzerstr. 76
Lasse Femers, Germanenstr. 47
Marie Leder, Erholungstr. 4
Kevin (allein zu Haus) Koch, Clausewitzstr. 5
Mike Dasberg, Haeselerstr. 69
Christian (Odin) Koppelmann, Deweerthstr. 15

Die Mitläufer:

Rene Heuke
Fabian Mayer
Daniel Borchert
Sascha Pohlmann
Jessica Vogelsang
Marc Fiedler
Jennifer Heuke
Tim Schulze-Oben
Christoph Schmidt
Norman Mayer
Michel Dasberg
Tim Baudach
Anja Heuke

Antifaschistische Vollversammlung Wuppertal am 22.3.2012

Ein kleiner Service für die hellwache Wuppertaler Polizei und ihre exzellente Polizeipräsidentin.

Die Wuppertaler Polizei vermeldete gestern ganz traurig, dass es keine Verbotsgründe für die Nazikundgebung geben würde. Das könnte man mit etwas politischen Willen auch anders sehen…
Bekanntlich kann man Nazikundgebungen verbieten, wenn die Anmelder_innen einschlägig vorbestraft sind oder wenn sie in gravierende Straftaten verwickelt sind.

1. Ein neues Video des Wuppertaler Medienprojekt beweist, Wuppertaler Nazis skandierten am 15.12.2011 per Megafon „ NSU,NSU, NSU“ und der Wuppertaler Staatsschutz hört wieder einmal weg. (siehe http://www.youtube.com/watch?v=uyEHbSIihw0) In den 80igern hätten – Parolen wie RAF, RAF, RAF –  gegen Linke – noch ein Verfahren und eine Verurteilung wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung nach § 129 a nach sich gezogen. Und sogar der Generalbundesanwalt wäre tätig geworden…  Die Unterstützung von Naziterroristen ist aber im Jahre 2012 in Wuppertal straffrei.    
Normalerweise müsste jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln, aber vielleicht halten die Wuppertaler Staatsschützer die NSU für eine deutsche Automarke…

 2. Wie vielleicht die Wuppertaler Polizei und ihr exzellenter Staatsschutz mittlerweile erfahren hat, dreht sich das Strafverfahren gegen die kriminelle Vereinigung „Aktionsbüro Mittelrhein“ u.a. um Naziangriffe in Wuppertal und um den Angriff auf ein Wohnprojekt in Dresden, an dem auch nachweislich Wuppertaler Nazis beteiligt waren (siehe http://antifacafewuppertal.blogsport.eu/archives/539).
Verhaftet wurden 23 Nazis, die auch eng mit den Wuppertaler Nazis zusammenarbeiten. Erstaunlicherweise hat die Verhaftungsoperation der Koblenzer Staatsanwaltschaft vor den Nazikadern aus Wuppertal und auch aus Dortmund haltgemacht, obwohl dieser Personenkreis gleichfalls für die gewalttätigen Naziübergriffe verantwortlich ist. So ist der Naziangriff in der Wuppertaler Innenstadt vom 22.1.2011 wohl kaum ohne die Wuppertaler Nazis organisiert worden. Auch der Überfall auf das Cinemaxx war eindeutig eine überregional organisierte Aktion, bei der auch Nazis aus dem Kölner und Koblenzer Raum festgenommen wurden.

Antifaschistische Initiative Wuppertal – 22.03.2012

Weitere Informationen zur Wuppertaler Naziszene: www.kein-bier-fuer-nazis.tk

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Terminhinweis: Mobilisierungsveranstaltung zu den Naziaufmärschen in Stolberg

22. März 2012 liselotte Keine Kommentare

Das Antifa-Café veranstaltet im Rahmen der Mittwochs-Kneipe am 28. März eine Infoveranstaltung zu den Antifa-Aktivitäten gegen die Naziaufmärsche im April in Stolberg (bei Aachen). Los geht’s um 20:00 Uhr im AZ (Markomannenstr. 3). Außerdem gibt es Vokü.

Auch 2012 wollen wieder Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien und den Niederlanden in Stolberg aufmarschieren. Sie mobilisieren für Mittwoch, den 4. April zu einem Fackelmarsch, sowie für Samstag, den 7. April zu einem “Trauermarsch”.

Am Mittwoch, dem 4. April wird es eine Antifa-Demo in Stolberg geben. Am 7.4. wird dazu aufgerufen, den Naziaufmarsch zu blockieren.

Weitere Infos:
blockieren.mobi | Gegen KAL, Rassismus und Extremismusquatsch | AK Antifa Aachen | QIK Aachen

Gegen Nazis, Rassismus und Extremismusquatsch

Auch im April 2012 wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien und den Niederlanden in Stolberg aufmarschieren. Sie mobilisieren für Mittwoch, den 4. April zu einem Fackelmarsch sowie für Samstag, den 7. April zu einem “Trauermarsch” durch Stolberg.
Seit inzwischen 5 Jahren kommen jährlich zwischen 500 und 800 Neonazis, um den Tod eines Jugendlichen zu instrumentalisieren. Am 4. April 2008 kam es zu einem Beziehungsstreit zwischen mehreren Jugendlichen, in dessen Folge Kevin P. erstochen wurde.
Bereits Stunden nach dem Vorfall diskutierten Nazis in ihren Foren das Ereignis. Schnell stand fest, dass weit über die Region hinaus Nazis den Tod des jungen Mannes für sich zu vereinnahmen versuchten.

Genauso wie Kevin P. zu einem Märtyrer und „Kameraden“ stilisiert wurde, konstruierte die Nazi-Szene den für die Tat Verhafteten zum „brutalen Ausländer“. Allein im April 2008 folgten von Naziseite drei Aufmärsche, die sich in darauffolgenden Jahren etablierten.
Seitdem versucht die Nazi-Szene in Stolberg ein symbolisches Datum, ein Großereignis zu etablieren. Es wird ein Bild gezeichnet, nachdem die Tat nur ein weiteres Beispiel für eine ständige Verfolgung „der Deutschen“, der Nationalist_innen durch Migrant_innen, durch Linke und durch eine breite Öffentlichkeit sei, gegen die sie sich gemeinsam, entschlossen und gewaltsam zur Wehr setzen müssten. Deshalb spielt es bei den Nazis mittlerweile auch immer weniger eine Rolle, ob Kevin ein „Kamerad“ war oder nicht, er war schließlich Deutscher und das reicht, um ihn als symbolisches Opfer der Deutschen zu inszenieren. Mehr…

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Dokumentation: „Hellwach gegen Rechts?“ / Offener Brief der Kampagne „Kein Bier für Nazis“

2. März 2012 liselotte Keine Kommentare

„Hellwach gegen Rechts?“

Am 14. Dezember 2011 stellte die unter Druck geratene Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher ein Maßnahmenpaket gegen Rechts vor. Tags darauf fand eine Demonstration von Bürger*innen und Antifaschist*innen statt, die dieses Programm für unzureichend halten und ein klares Zeichen gegen Nazis setzen wollten. Eine Reportage des „Medienprojekts Wuppertal“.

Im Folgenden dokumentieren wir den offenen Brief (24. Februar 2012) der Kampagne “Kein Bier für Nazis”, die wie die Regensburger Initiative “Keine Bedienung für Nazis” gestartet wurde, um Neonazis den öffentlichen Raum zu nehmen:

Wuppertal, den 24. Februar 2012

Sehr geehrte Lokalbetreiber*innen, liebe interessierte Öffentlichkeit!

Die Kampagne „Kein Bier für Nazis“ wurde letztes Jahr ins Leben gerufen. Anlass war die deutlich gesteigerte Aktivität von organisierten Neonazis in Wuppertal. Ein vielleicht nicht direkt offensichtliches, aber dennoch sehr elementares Betätigungsfeld der Nazis ist, sich in normalen Kneipen und Diskotheken herum zu treiben. Deren Publikum ist selbstverständlich in der Mehrzahl nicht rechts orientiert, sondern setzt sich aus vielen Spektren der Gesellschaft zusammen. Die Nazis versuchen sich so in Lokalitäten zu etablieren, um im lockeren Rahmen ihr menschenverachtendes Gedankengut zu normalisieren und zu verbreiten.

Darüber hinaus bedienen sie sich auch ihrer altbekannten Vorgehensweise, nämlich Menschen, die in ihrem rassistischen und faschistischen Weltbild keine Lebensberechtigung haben, auch körperlich anzugreifen.

Deshalb fordert die Kampagne „Kein Bier für Nazis“ Lokalbetreiber*innen auf, Nazis keinen Raum zu geben und bekannte und als Nazis erkennbare Personen keinen Einlass in ihren Lokalitäten zu gewähren.

Wie unglaublich gefährlich Nazistrukturen sind, zeigt auf besonders deutliche Weise die vor kurzem zu Tage getretene Mordserie des „NSU“. Neben diesem besonders hervorstechenden Beispiel haben Nazis in den letzten beiden Jahrzehnten weit über hundert Menschen getötet, Häuser angezündet, und etliche mehr angegriffen und verletzt.
Auch in Wuppertal werden Menschen immer wieder Opfer von brutalen Angriffen der Nazis (siehe Chronik).

Besonders müssen wir leider auf drei Lokale und Clubs in Wuppertal-Elberfeld eingehen:

1. Der „Club Pavillon“, (Club Pavillon, Bundesallee 268-272, 42103 Wuppertal, eMail:info[at]club-pavillon.de):
Im Pavillon verkehren regelmäßig Nazis (u.a. Lasse Femers, Jack Schmitz (Radevormwald), Tim Schulze-Oben, Maik Inderhees (Viersen), Jennifer Heuke und Marc Fiedler (siehe Anlage 1,2,3,4)) und verteilten mindestens einmal ungehindert Flyer mit NS-Ideologie an das vergleichsweise junge Publikum. Außerdem griffen sie mehrmals Menschen, sowohl im – als auch direkt vor dem Club an. Sowohl der „Club Pavillon”, als auch die Securityfirma, die die Türsteher des Pavillon stellt, sollte ihren Mitarbeiter*innen mitteilen, dass Nazi(-schläger) nicht zu tolerieren sind.

2. Die Diskothek „Alpenmax“, (Geschäftsführer Herbert Brehm, Hofkamp 19, 42103 Wuppertal, eMail:info[at]alpenmax-wuppertal.com): Auch im Alpenmax sind regelmäßig folgende Nazis anzutreffen:
Rene Heuke, Sascha Pohlmann, Tim Schulze-Oben, Tobias Maczewski (siehe Anlage 5,6)

3. Die neu eröffnete Kneipe „Hinz und Kunz“, (Kipdorf 11, 42103 Wuppertal, eMail:www.hinzundkunzwuppertal[at]web.de):
Obwohl die Kneipe noch nicht lange existiert, sind die Nazis dort schon etablierte Gäste. Denjenigen, die sich über die Nazis beschwerten und Hilfe erwarteten, (z.B. durch ein Lokalverbot der provokant auftretenden Nazis), wurde von den Türstehern geraten, selbst zu gehen.

Wir fordern alle Veranstalter*innen in Wuppertal auf, ihren Teil gegen die braunen Umtriebe in Wuppertal zu unternehmen und Nazis vor die Tür zu setzen.
Ganz besonders möchten wir die oben genannten Lokalitäten darauf hinweisen, dass sie sich um ihr Naziproblem kümmern müssen, sonst werden sich antifaschistische Zusammenhänge aus Wuppertal und der Umgebung dazu gezwungen sehen, speziell auf die einzelnen Läden hinweisende Kampagnen zu starten.
Besonders betrifft das den „Club Pavillon“, dessen Inhaber in der Vergangenheit mehrmals auf ihre braunen Gäste aufmerksam gemacht wurden.
Auch die dort eingesetzten Security-Firmen weisen wir deutlich darauf hin, dass sie dafür sorgen müssen, kein rechtsorientiertes/rechtsoffenes Personal einzustellen und ihre Mitarbeiter*innen anzuweisen, Nazis und deren Gedankengut nicht zu dulden und entsprechende Absprachen mit den Lokalbetreiber*innen zu treffen.

Für Betreiber*innen, die sich über ihre Möglichkeiten (auch rechtlicher Natur) informieren möchten, empfehlen wir diese Broschüre. Mehr…

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Terminhinweis: Naziaufmarsch am 3.März in Münster verhindern!

29. Februar 2012 liselotte 2 Kommentare

Teil des Aufrufs des „Keinen Meter“-Bündnis Münster

Am 3. März wollen Nazis durch Münsters Straßen marschieren und ihre menschenverachtende Ideologie propagieren. Bereits 2006 verhinderten Blockaden von Anwohner_innen und antifaschistischen Initiativen einen Versuch von Nazis durch das Hansaviertel zu ziehen. Nach wenigen Metern hatte es sich ausmarschiert. Die Straße war von vielen hundert Menschen besetzt, gemeinsam wurde so der Naziaufmarsch verhindert.

Am 3. März wollen wir gemeinsam mit vielen Menschen dafür sorgen, dass die Neonazis keinen Meter laufen. Wir wollen dieses Ziel in gemeinsamen Aktionen erreichen. Wir sind solidarisch mit allen, die sich den Neonazis und ihrer rassistischen Hetze entgegen stellen. Wir werden den Neonazis zeigen, dass wir sie weder in Münster noch anderswo dulden.

Keinen Meter den Nazis in Münster!
Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Mehr Infos findet ihr beim „Kein Meter“-Bündnis.

Am Freitag, 2.März findet eine antifaschistische Vorabenddemo in Hamm statt. Mehr Infos dazu hier.

Auch wollen wir auf den eine Woche später in Münster stattfindenden „Marsch für das Leben“ von fundamentalistischen Christ_innen aufmerksam machen. Gegen diesen (und gegen den Naziaufmarsch am 3. März) hat sich in Münster das „365/24/7“-Bündnis gegründet. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

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Dokumentation: Wieder Naziangriff in S-Bahn

14. Februar 2012 liselotte Keine Kommentare

Wir dokumentieren an dieser Stelle die heutige Pressemitteilung der “Antifaschistischen Initiative Wuppertal”:

Wieder Naziangriff in S-Bahn

In der Nacht von Samstag den 11.Februar 2012 auf Sonntag den 12.Februar wurden drei Punks in der S-Bahn von Düsseldorf nach Wuppertal von einer Gruppe Wuppertaler Nazis angegriffen.

An der S-Bahn-Station Wuppertal-Vohwinkel stiegen 5 bis 7 Nazis gegen 3:51 Uhr in die S-Bahn ein. Darunter befanden sich die bekannten Nazis Tobias Maczewski, Kevin Koch und Tim Schulze-Oben, die alle am Samstag Vormittag am Nazi-Aufmarsch in Soest teilgenommen haben.
Die Nazis setzten sich sofort zu den drei Punks und begannen unverzüglich sie zu beleidigen. Das liessen sich die drei Punks nicht unwidersprochen gefallen und gaben Antworten, die Tim Schulze-Oben dazu benutzte hauptsächlich auf eine Person einzuschlagen. Die Zugführer der DB, die den Naziangriff scheinbar die ganze Zeit über die Kameraüberwachung im Zug verfolgt hatten, mischten sich schließlich ein und warfen die Nazis aus dem Zug. Bevor sie die S8 verlassen mussten, schlug Tim Schulze-Oben mit Fäusten nochmal auf die Person ein. Einen Krankenwagen zu rufen bzw. für ärtzliche Versorgung zu sorgen wurde den Angegriffenen von Seiten der Bahnangestellten zu keinem Zeitpunkt angeboten.

Das die Wuppertaler Nazis gewaltbereit sind, sollte inzwischen eigentlich allen bekannt sein – zumal sie sich bald wegen verschiedenen Vorfällen vor Gericht verantworten müssen. Dennoch wollen wir hier noch ein paar Hinweise zu den am Vorfall beteiligten Personen geben:

Beim rassistischen Nazi-Aufmarsch am samstäglichen Vormittag (11.2.) in Soest hielt Kevin Koch vor seinen “Kameraden” eine Rede. Dabei bevorzugte er seine Art von “Klartext”: die Zeit, da Ausländer in Deutschland noch “frei herumlaufen” und sich “wie Dreck vermehren” könnten, sei bald vorbei, brüllt er ins Mikrofon. “Ihr seid hier fremd, ihr seid hier unerwünscht”, schrie er – und: “Verschwindet, so lange ihr es noch könnt.”[1]

Tobias Maczewski war beim Angriff auf das alternative Wohnprojekt “Praxis” am 19.Februar 2011 in Dresden-Löbtau beteiligt. Am Tag des Naziaufmarschs in Dresden griffen 250 Neonazis das Wohnprojekt an.[2,3] Die Polizei schaute tatenlos zu, sie beschränkte sich darauf den Verkehr zu regeln. Auch die nachweisliche Beteiligung z.B. von Nazis aus NRW (darunter Sebastian Ziesemann aus Erftstadt und Paul Breuer aus Köln) blieb bisher ohne Konsequenzen.[4] Später rühmte sich Tobias Maczewski im sozialen Netzwerk Facebook seiner Taten.[5]

Tim Schulze-Oben war in der Vergangenheit bereits mehrfach an gewalttätigen Übergriffen beteiligt. Am 9.November, vor der Auftaktkundgebung der Gedenkdemonstration Wuppertaler Antifaschist*innen provozierte er zusammen mit Marie Leder, Gourny Kotronis, Rene Heuke, Sven Lutermann sowie 2 weiteren Nazis Teilnehmer*innen. Während der Demonstration hängten sie Transparente und Fahnen aus den Fenstern der Kaiserstr. 30 und brüllten über einen längeren Zeitraum antisemitische und menschenverachtende Hetzparolen, welche in der Medienprojekt-Dokumentation “Keine besonderen Vorkommnisse” zu sehen sind.[6]
Die Polizei sah trotz mehrfacher Hinweise seitens der Protestierenden keinen Grund einzuschreiten und sprach am nächsten Tag von “keinen besonderen Vorkommnissen”. Erst nachdem mehrere Wuppertaler Politiker und Bürger*innen Anzeige stellten, waren die gerufenen Parolen plötzlich strafrelevant.
Aus taktischen Gründen will die Staatsanwaltschaft keine weiteren Details über die angeblichen eingeleiteten Ermittlungen nennen. Die Ermittlungen könnten jedenfalls gegen Tobias Maczewski, Marie Leder, Sven Lutermann, Rene Heuke, Tim Schulze-Oben, Gourny Kotronis und Patrick Prass geführt werden, die eindeutig an den Fenstern identifiziert wurden.

Antifaschistische Initiative Wuppertal – 14.2.2012

[1]
http://nrwrex.wordpress.com/2012/02/12/so-%e2%80%9eanstandige-neonazis-wollen-strasenkampf-und-neun-millimeter/
[2]
Tobias Maczewski beim Naziaufmarsch in Dresden - 2011
[3]
Tobias Maczewski beim Angriff auf das alternative Wohnprojekt Praxis in Dresden - 2011
& http://www.youtube.com/watch?v=hgbf8eI-XAE (1:20min)
[4]
http://nrwrex.wordpress.com/2011/02/23/k-paul-breuer-bei-neonazi-angriff-auf-wohnprojekt-mit-von-der-partie/
[5]
Facebook-Profil von Tobias Maczewski - 19.2.2011
Facebook-Profil von Tobias Maczewski (19.2.2011)
[6]
http://www.youtube.com/watch?v=UVxEJjjT4vo & http://www.youtube.com/watch?v=FcoOVw4-69c

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Holocaust-Gedenktag am 27.1.2012 in Wuppertal-Vohwinkel

24. Januar 2012 liselotte Keine Kommentare

Erinnern heißt Handeln! Aufruf zum Gedenkrundgang in Wuppertal-Vohwinkel

Freitag, 27. Januar 2012, 18:00 Uhr
Schwebebahn-Endhaltestelle Wuppertal-Vohwinkel

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Auschwitz ist Synonym für die unzähligen Verbrechen des NS-Regimes geworden. Den internationalen Holocaust-Gedenktag und Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz nehmen wir zum Anlass an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern.

Wir werden an die Orte der Opfer von Antisemitismus, Rassismus und Faschismus gehen. Den Schwerpunkt des Erinnerns legen wir auf Wuppertal-Vohwinkel, da uns das Erstarken der Nazi-Szene vor allen Dingen dort mit Sorge erfüllt. Wir werden daher in diesem Jahr zu ehemaligen Wohnhäusern von Vohwinker NS-Opfern gehen und dort über das Leben der Verfolgten berichten.

Die NS-Verbrechen mahnen uns das erneute Anwachsen einer Nazibewegung unbedingt zu verhindern. Auch mit den Fragen von Rassismus und Antisemitismus in Politik und Gesellschaft müssen wir uns – auch 67 Jahre nach der Kapitulation Deutschlands – leider immer noch beschäftigen.

weitere Veranstaltungshinweise:

Endstation Seeshaupt
Wann: 26.1.2012, 19.30 Uhr
Wo: Bürgerbahnhof Vohwinkel
Dokumentarfilm / D 2010 / 97 min. / R: Walter Steffen / Wuppertaler Erstaufführung

Der Film zeichnet die Ereignisse um den sogenannten Todeszug nach, der Ende April 1945 mit 4000 Häftlingen aus dem KZ-Außenlager Mühldorf-Mettenheim auf eine Irrfahrt durch Oberbayern geschickt wurde. Er begleitet den Überlebenden Louis Sneh auf den Spuren dieser grausamen Odyssee bis zur »Endstation Seeshaupt«.

Wie sie hießen, wo sie wohnten
Wann: 27.1.2012, 15:00 Uhr
Wo: Kleine Klotzbahn, Gesundheitsamt
Biografischer Stadtrundgang in Elberfeld

Am offiziellen »Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus« erinnern wir an Menschen, die in der NS-Zeit aus unterschiedlichen Gründen verfolgt und ermordet wurden. Der Weg führt zu den Wohnhäusern einiger dieser einstigen Nachbarn, die durch kleine Gedenktafeln im Bürgersteig markiert sind. Der Gang beginnt bei den »Stolpersteinen« für die Familie Israel in der Kleinen Klotzbahn und endet am Mahnmal im Deweerthschen Garten.
Veranstaltet von der Begegnungsstätte Alte Synagoge / Leitung: Dr. Ulrike Schrader

Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!
30. Landeskonferenz antifaschistischer Organisationen am 28. Januar 2012 in Dortmund

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Terminhinweis: Mi., 25. Januar – Mobi-Veranstaltung zur Antifa-Demo in Aachen am 04.02.

17. Januar 2012 liselotte 1 Kommentar

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Das Antifa-Café veranstaltet im Rahmen der Mittwochs-Kneipe am 25. Januar 2012 eine Infoveranstaltung zur momentanen Situation und zur antifaschistischen Demonstration am 04. Februar in Aachen . Los geht’s um 20:00 Uhr im AZ (Markomannenstr. 3). Außerdem gibt es Vokü.

In der Region Aachen ist seit einigen Jahren ein verstärktes Auftreten von militanten Neonazis zu beobachten. Hauptakteure sind die Kameradschaft Aachener Land (KAL), die dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert, und die NPD, inhaltlich und personell ineinander verzahnt. Bei beiden handelt es sich um Organisationen, die den NS-Faschismus verherrlichen, faschistische und rassistische Menschenbilder propagieren und Menschen bekämpfen, die entweder nicht in ihr rassistisches Weltbild passen oder die sie als politische Gegner_innen wahrnehmen.

Neben direkten Angriffen auf politisch Unliebsame führen KAL und NPD in der Region verstärkt Aufmärsche durch. Seit 2008 marschieren sie jährlich zweimal in Stolberg auf, um dort gegen eine herbei fantasierte „Inländerfeindlichkeit“ zu demonstrieren und die dort lebenden Migrant_innen zu bedrohen. In Aachen selbst fanden in den letzten vier Jahren insgesamt vier neonazistische Demonstrationen statt. Zu beobachten ist eine zunehmende neonazistische Organisierung verbunden mit dem Bestreben sich in der Stadt breit zu machen. Dem wollen wir etwas entgegensetzen! Deswegen gehen wir am 04.02.2012 um 18h auf die Straße und zeigen den Nazis, dass sie weder in Aachen noch sonst wo etwas zu suchen haben und ihre faschistische Propaganda auf Widerstand stößt!

Auf die Straße für ein antifaschistisches Leben!

Antifaschistische Demonstration | Sa. 4. Februar 2012 | 18 Uhr AZ Aachen

Kompletter Aufruf.

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Dokumentation: „Keine besonderen Vorkommnisse“ über den 9. November in Wuppertal

9. Dezember 2011 liselotte Keine Kommentare

Am 9. November 2011 fanden in Wuppertal mehrere Gedenkveranstaltungen zur Reichspogromnacht 1938 statt.

Der Film »Keine Besonderen Vorkommnisse« zeigt ein breites Bündnis gegen Rechts, das sowohl den Opfern der so genannten Reichspogromnacht gedenkt, als auch gegen die aktuellen Umtriebe der Nazis in Wuppertal protestiert. In dem Film werden diverse Bürger*innen aus Vohwinkel zur Problematik mit den Nazis interviewt, die in den vergangenen Monaten stark zugenommen hat. Bei der Hauptveranstaltung, einer Demonstration mit über 2500 Teilnehmer*innen in Vohwinkel treten bekannte Neonazis massiv auf: Sie hängen Fahnen aus den Fenstern und brüllen über einen längeren Zeitraum antisemitische und menschenverachtende Hetzparolen gegen die Demonstrant*innen. Die Polizei unternimmt keinerlei Anstalten dieses zu unterbinden und stellt sich statt dessen schützend vor das Haus. Im Polizeibericht heißt es später »Keine besonderen Vorkommnisse«. In einem Interview bezieht der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde in Wuppertal, Leonid Goldberg dazu Stellung. Diese rassistische Provokation der Neonazis hätte so niemals stattfinden dürfen.

Eine Dokumentation des „Medienprojekts Wuppertal“.


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Terminhinweis: [Köln] Naziaufmarsch am 10.12. verhindern!

9. Dezember 2011 liselotte Keine Kommentare

Kalk macht WIEDER dicht!
Den Naziaufmarsch am 10.12.2011 unmöglich machen!

Am Samstag den 10.12.2011 wollen militante Neonazis von den sogenannten „Freien Kräften Köln“ eine Demonstration in Köln-Kalk abhalten. Anmelder ist der Pulheimer Neonazi-Führer Axel Reitz. Reitz ist nicht nur einer der bundesweit führenden Neonazis, sondern soll laut einem WDR-Bericht auch Kontakte zu den mordenden Neonazis aus Zwickau gehabt haben. Es ist eine ungeheure Provokation, dass Neonazis und mutmäßliche Unterstützer der rechtsterroristischen NSU durch den alternativen und migrantisch geprägten Stadtteil Köln-Kalk marschieren wollen. Bereits am 19.11. war eine Demo der extrem rechten sogenannten Bürgerbewegung „Pro Köln“ durch das entschlossene Einschreiten Kalker BürgerInnen und AntifaschistInnen verhindert worden.
Die Faschisten wollen sich um 12 Uhr an der Haltestelle Kalk-Post treffen.
Auch diesmal gilt es alles zu tun, um den Naziaufmarsch unmöglich zu machen!

10. Dezember – ab 10 Uhr – Haltetstelle Kalk-Post
Infos über twitter: twitter.com/kalkmachtdicht
KALK MACHT DICHT!
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