Keine Nazikundgebung am 07. Februar in Wuppertal-Vohwinkel!

Refugees Welcome! – Kein Platz für Nazis!

Keine Nazikundgebung am 07. Februar in Wuppertal-Vohwinkel!

Am Samstag, den 07. Februar 2015, haben die Nazis von „Die Rechte“ von 13:00 bis 18:00 Uhr eine Versammlung in der Edith-Stein-Str./ Ecke Gustavstr. angemeldet.
Unter dem widerlichen Motto „Nein zum Heim“ wollen sie gegen das geplante Flüchtlingswohnheim in Wuppertal-Vohwinkel aufmarschieren.
Da die Nazis eine Versammlung für 50 bis 80 Teilnehmer*innen angemeldet haben, kann davon ausgegangen werden, dass auch „Die Rechte“ aus Dortmund und Hamm anreisen werden, um gegen die Flüchtlinge zu hetzen. Beide Kreisverbände der Rechten gingen aus den 2012 verbotenen Nazigruppierungen „Nationaler Widerstand Dortmund“ und der „Kameradschaft Hamm“ hervor. Gerade die Dortmunder Nazis um Dennis Giemsch, Michael Brück und Lukas Bals unterstützen die Wuppertaler Nazis bei ihren lokalen Hetz-Aktionen und sind für ihre gewaltsamen, rassistischen Übergriffe und Bedrohungen gegen Journalisten*innen und Antifaschisten*innen bekannt [1]. Erst im Dezember 2014 skandierten die Dortmunder zusammen mit den Wuppertaler Nazis Parolen in denen sie den 2006 vom NSU in Dortmund ermordeten Mehmet Kubaşik und den 2005 vom Dortmunder Neonazi Sven Kahlin ermordeten Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verhöhnten. [2]

Seit Ende Januar 2015 hetzen die Nazis bereits im Internet über Facebook konkret gegen die Unterbringung von Geflüchteten in Vohwinkel. Letzten Dienstag kam es dann am Rande einer Bürger*innen-Versammlung, bei der besprochen wurde wie die bald ankommenden Geflüchteten unterstützt werden können, zu Bedrohungen der Besucher*innen durch die Nazis Mike Dasberg (verurteilt wegen schwerer Körperverletzung auf dem Vohwinkler Flohmarkt [3]), Daniel Borchert, Paul Breuer (Angeklagter im §129-Verfahren gegen das Aktionsbüro Mittelrhein [4]) und Kevin Koch (Angeklagter im „Cinemaxx-Überfall-Prozess“ [5]) .

Lassen wir den Nazis keinen Platz in Vohwinkel!
Üben wir wichtige und ernsthafte Solidarität mit den Geflüchteten!

Die Polizei hat den Nazis den Platz direkt vor der Kirche in der Edith-Stein-Straße überlassen. Hier wollen sie ihre Versammlung abhalten.
Kommt alle um 12:00 Uhr nach Vohwinkel und lasst es nicht zu, dass die Nazis ihre widerlichen Parolen und Ihre Hetze öffentlich verbreiten können!

[1] http://jungle-world.com/artikel/2015/03/51262.html
[2] http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2015/01/do-neonazis-wollen-erneut-der-nordstadt-aufmarschieren
[3] http://www.lotta-magazin.de/ausgabe/57/kn-ppelkommando-kaiserstra-e-30
[4] http://www.infobuero.org/2014/05/mit-%C2%A7-129-stgb-gegen-neonazistrukturen-anklage-gegen-das-aktionsbuero-mittelrhein/
[5] http://www.lotta-magazin.de/nrwrex/2013/06/w-urteile-im-cinemaxx-prozess

Artikel mit Übersichtskarte von „w2wtal – refugees welcome 2 wuppertal“ zum 07.02.2015: Nazikundgebung am Samstag verhindern! Refugees welcome!

4 Kommentare:

  1. Radio Wuppertal (06.02.2015):

    Morgen Demo und Gegendemo in Vohwinkel

    Die Polizei bereitet sich auf zwei Demonstrationen vor. Die rechte Szene will morgen Mittag gegen das neue Flüchtlingsheim in Vohwinkel demonstrieren. Eine Gegenveranstaltung wurde auch angemeldet. Die Polizei rechnet aktuell mit 50 bis 80 Rechten und bis zu 250 Gegendemonstranten. Zu der Gegendemo aufgerufen haben die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz und der Verein Tacheles. Sie wollen ein Zeichen gegen rassistische Hetze setzen und deutlich machen, dass Rechtsextremisten in Wuppertal keinen Platz haben. Wichtig sei, sich mit denen zu solidarisieren, die sich für die Flüchtlinge einsetzen. Die Polizei wird die Demonstrationen in Vohwinkel begleiten. Die sollen von 12 bis 18 Uhr dauern.

    WDR Bergisches Land (06.02.2015):

    Demos in Wuppertal: (14.50 Uhr)

    In Wuppertal-Vohwinkel sollen am Samstag Mittag gleich zwei Demonstrationen stattfinden. Zum einen hat die Partei „Die Rechte“ eine Kundgebung zum Thema „Nein zum Heim in Vohwinkel“ angemeldet, zu der sie etwa 80 Teilnehmer erwartet. Das Wuppertaler „Bündnis gegen Nazis“ widerum rechnet bei seiner Gegenveranstaltung zeitgleich mit mindestens 250 Teilnehmern. Das Bündnis kommt ab 12 Uhr unter dem Motto „Gegen rassistische Hetze und für Willkommenskultur“ zusammen.

  2. Demo gegen rassistische Hetze in Vohwinkel beendet

    Von Michael Bosse

    Wuppertal. Unter dem Motto „Gegen rassistische Hetze und für Willkommenskultur“ hatte das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ heute in Vohwinkel zu einer Demonstration gegen die rechtsextreme Partei „Die Rechte“ aufgerufen. Die Kundgebung gegen die Rechtsextremen hatte um 12 Uhr vor der Flüchtlingsunterkunft in der Edith-Stein-Straße begonnen. Es hatten sich mehr als 250 Menschen versammelt. .

    Die Rechtsextremen demonstrierten auf der Kreuzung Edith-Stein-Straße/Gustavstraße. Etwa 30 Teilnehmer, unter anderem aus Dortmund, waren gekommen.

    Die beiden Lager wurden durch Polizeikräfte getrennt und standen zirka 200 Meter voneinander entfernt. Beide Lager haben ihre Kundgebungen mitterweile beendet.

  3. Demos um Flüchtlingsheim: (10.35 Uhr)

    In Wuppertal ist eine Demonstration gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen am Samstag friedlich verlaufen. Etwa 30 Anhänger der Partei „Die Rechte“ gingen im Stadtteil Vohwinkel auf die Straße, um gegen ein Flüchtlingsheim zu demonstrieren. Die Gegendemonstranten, angeführt von der „Initiative für Demokratie und Toleranz“, waren allerdings deutlich in der Überzahl. Laut Polizei erhielten zwei Personen Strafanzeigen wegen Bedrohung und versuchter Körperverletzung. Ab März sollen in dem Stadtteil rund 50 Flüchtlinge unterkommen. Es gibt viele Bürger, die sich bereit erklärt haben, die Asylbewerber dann auf vielfältige Weise zu unterstützen.

  4. Rechte grölen Parolen vor Asylbewerberheim

    09.02.2015 | 00:10 Uhr

    Gespenstische Szenen am Freitagabend im Dortmunder Stadtteil Eving. Vor einem Asylbewerberheim tauchen mindestens 20 Rechtsextreme mit brennenden Fackeln auf. Sie skandieren ausländerfeindliche Parolen und zünden Feuerwerkskörper. Mehrere haben sich dabei mit Halstüchern oder Schals vermummt. Nachbarn rufen die Polizei.

    „Die Rechte“ brüstet sich mit der Tat

    Als die zum Tatort kommt, sind die Angreifer weg. Auf dem Gehweg liegen noch weggeworfene Fackeln. Verletzt wird niemand. Die Angst der Flüchtlinge hinter den Fenstern kann man sich nur vorstellen. Später nimmt die Polizei in der Nähe 13 Personen fest. Sie sollen der rechtsextremen Szene angehören.

    Der Übergriff wundert in Dortmund kaum mehr jemanden. Die Stadt gilt in NRW schon lange als Hochburg von Rechtsextremen. Der Übergriff zeigt aber nach Einschätzung von Fachleuten eine neue Stufe der Aggression in der rechten Szene: „Wir stellen derzeit eine Radikalisierung fest, was die Einschüchterung von Flüchtlingen und Andersdenkenden angeht“, sagt Polizeisprecher Oliver Peiler.

    Das sieht auch ein Insider so, der die Szene in Dortmund seit Jahren beobachtet und aus Sorge um seine Sicherheit namentlich nicht genannt werden möchte. „Das ist eine konsequente Fortsetzung der Strategie und noch nicht das Ende in Dortmund“, sagt der Mann.

    Platz für 100 Flüchtlinge

    Das Heim bietet Platz für rund 100 Flüchtlinge. Die Festgenommenen waren am Samstagmorgen bereits wieder auf freiem Fuß. Ermittelt wird gegen sie wegen Landfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsverbot – das sind laut Polizei keine Haftgründe. Die gerufenen Parolen seien wohl strafrechtlich nicht relevant gewesen, so der Polizeisprecher. Rechte wissen heute ganz genau, was sie brüllen dürfen und was nicht. Wer genau hinter der Aktion steckt, konnte die Polizei noch nicht sagen. Im Internet brüstet sich die rechtsextreme Partei „Die Rechte“ damit.

    Erst vor wenigen Tagen hatten Unbekannte falsche Todesanzeigen von Journalisten und Politikern aus Dortmund ins Internet gestellt. Wer dahinter steckt, lässt sich kaum oder gar nicht nachvollziehen. Die Tat wird der rechten Szene zugeordnet, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

    Am Samstag hatten etwa 30 Rechtsradikale im Wuppertaler Stadtteil Vohwinkel vor einem neuen Flüchtlingsheim demonstriert. Dazu ausgerufen hatte die rechtsextreme Partei „Die Rechte“. Nach Angaben der „Westdeutschen Zeitung“ waren unter den Rechtsradikalen auch Teilnehmer aus Dortmund. Zur Gegendemonstration des „Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis“ kamen rund 250 Menschen.

    Die Polizei trennte die Lager voneinander. Sie standen sich in rund 200 Meter Entfernung gegenüber. Die Veranstaltungen blieben friedlich.

    http://www.derwesten.de/politik/rechte-groelen-parolen-vor-asylbewerberheim-aimp-id10325743.html

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